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Warum der Advanced Mode des Consent Mode v2 umstritten ist

Der Advanced Mode ist ein zweischneidiges Schwert: Er schließt per künstlicher Intelligenz Datenlücken in Ihren Kampagnenberichten, die durch abgelehnte Cookies entstehen. Datenschützer warnen dagegen vor einer rechtlichen Grauzone. Hier lesen Sie, welche Kritikpunkte es gibt und welche Alternative als risikoärmer gilt.

Kurz gesagt: Im Advanced Mode senden Google-Tags auch dann Signale, wenn ein Besucher das Tracking abgelehnt hat. Datenschützer sehen darin ein Risiko. Der Basic Mode überträgt bei einer Ablehnung nichts und gilt als die risikoärmere Variante.

Warum ist der Advanced Mode des Consent Mode v2 umstritten?

Für Werbetreibende hat der Advanced Mode einen klaren Nutzen: Er hilft, Datenlücken zu schließen, die entstehen, wenn Besucher Cookies ablehnen. Google modelliert die fehlenden Conversions mithilfe künstlicher Intelligenz. Wie das technisch funktioniert, lesen Sie im Beitrag Advanced Mode im Google Consent Mode v2 erklärt.

Datenschutzexperten sehen den Modus dagegen kritisch. Sie bezeichnen seine Nutzung häufig als rechtliche Grauzone, teils sogar als klaren Verstoß gegen die DSGVO. Das sind die Kritikpunkte im Detail.

Welche Kritikpunkte gibt es am Advanced Mode?

Werden Daten gesendet, obwohl der Besucher „Nein“ gesagt hat?

Lehnt ein Besucher im Cookie-Banner jegliches Tracking ab, erwarten Datenschützer, dass keine Übertragung an Google stattfindet. Im Advanced Mode werden die Google-Tags bei einer Ablehnung aber dennoch aktiv und sammeln Daten. Es werden zwar keine Cookies gesetzt, stattdessen gehen sogenannte „Cookieless Pings“ an Google.

Gibt es eine Rechtsgrundlage für diese Datenverarbeitung?

Der Besucher hat seine Einwilligung ausdrücklich nicht erteilt. Deshalb ist fraglich, ob für die Verarbeitung noch eine gültige Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO besteht. Da keine Einwilligung vorliegt, ist der Einsatz des Advanced Mode nach Ansicht der Kritiker stets mit dem Risiko rechtlicher Beanstandungen verbunden.

Können Nutzer trotz fehlender Cookies wiedererkannt werden?

Auch ohne Cookies übermitteln die Pings technische Angaben wie Gerätetyp, Bildschirmgröße, Browser und Conversion-Daten. Kritiker bemängeln, dass diese Daten zusammen mit der IP-Adresse ausreichen können, um einen digitalen Fingerabdruck (Fingerprint) zu erzeugen. Das gilt auch dann, wenn Google die IP-Adresse anonymisiert speichert. Nutzer ließen sich damit im Google-Netzwerk wiedererkennen.

Wer haftet für den Einsatz?

Als Website-Betreiber sind Sie selbst dafür zuständig, die Einwilligung ordnungsgemäß einzuholen. Setzen Sie das Tracking nicht DSGVO-konform ein, tragen Sie das Risiko von Abmahnungen und Bußgeldern.

Ist der Basic Mode die datenschutzfreundliche Alternative?

Wegen dieser Restrisiken raten Datenschutzexperten dazu, stattdessen den Basic Mode vorzuziehen. Dort gibt es einen harten Schnitt: Lehnt der Nutzer ab, erfolgt keine Übertragung an Google, es werden keine Cookies gesetzt und es gibt auch keine Pings. Das entspricht den Vorgaben der DSGVO am ehesten und gilt aus datenschutzrechtlicher Sicht als die risikoärmere Variante.

AspektBasic ModeAdvanced Mode
Übertragung an Google nach AblehnungKeineCookieless Pings
Cookies nach AblehnungKeineKeine
Datenlücken in den BerichtenGrößerKleiner, durch Modellierung
Datenschutzrechtliches RisikoGeringerHöher, umstritten
Gegenüberstellung von Advanced Mode und Basic Mode. Der Advanced Mode schließt Datenlücken per KI-Modellierung, wird aber kritisiert, weil Pings trotz Ablehnung an Google gehen, die Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO fraglich ist, ein digitaler Fingerabdruck droht und das Haftungsrisiko beim Website-Betreiber liegt. Der Basic Mode überträgt nach einer Ablehnung nichts und gilt als risikoärmer, hat aber größere Lücken in den Kampagnendaten.
Nutzen und Kritik im Überblick: Advanced Mode gegenüber Basic Mode. Dargestellt ist die Sichtweise von Datenschützern, keine Rechtsberatung.

Was sollten Website-Betreiber jetzt tun?

Die Entscheidung zwischen Basic und Advanced Mode ist eine Abwägung zwischen Messqualität und Rechtsrisiko. Lassen Sie sie nicht allein die Werbeagentur oder das Tool treffen. Sprechen Sie mit Ihrer Datenschutzberatung, prüfen Sie Ihr Cookie-Banner und halten Sie fest, welchen Modus Sie aus welchem Grund gewählt haben.

Hinweis: Dieser Beitrag fasst die Sichtweise von Datenschutzexperten zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung.

Michael Schulz, Inhaber von web-part

Wer schreibt im web-part Blog?

Michael Schulz betreut seit über 14 Jahren Google-Ads-Konten und ist Inhaber von web-part in Neuss. Die Agentur ist zertifizierter Google Partner.

Mehr über Michael Schulz

Häufige Fragen

Welche Fragen gibt es zum Advanced Mode?

Warum ist der Advanced Mode des Consent Mode v2 umstritten?

Der Advanced Mode schließt per künstlicher Intelligenz Datenlücken, die durch abgelehnte Cookies entstehen. Datenschützer kritisieren jedoch, dass Google-Tags auch nach einer Ablehnung aktiv werden und Daten senden. Sie sehen darin eine rechtliche Grauzone oder einen Verstoß gegen die DSGVO.

Was sind Cookieless Pings?

Cookieless Pings sind Signale ohne Cookies, die der Advanced Mode auch dann an Google sendet, wenn ein Besucher das Tracking abgelehnt hat. Sie enthalten technische Angaben wie Gerätetyp, Browser und Conversion-Daten.

Wer haftet, wenn das Tracking nicht DSGVO-konform ist?

Website-Betreiber sind selbst für die ordnungsgemäße Einholung der Einwilligung zuständig. Setzen sie das Tracking nicht DSGVO-konform ein, tragen sie das Risiko von Abmahnungen und Bußgeldern.

Ist der Basic Mode die bessere Wahl?

Datenschutzexperten raten dazu, den Basic Mode vorzuziehen. Lehnt der Nutzer ab, gibt es dort keine Übertragung an Google, keine Cookies und keine Pings. Das gilt datenschutzrechtlich als risikoärmere Variante. Der Preis sind größere Lücken in den Kampagnendaten.

Welcher Consent-Modus passt zu Ihrem Konto?

Ich zeige Ihnen, wie sich Messqualität und Datenschutz in Ihrem Google-Ads-Konto sinnvoll abwägen lassen. Die rechtliche Bewertung klären Sie mit Ihrer Datenschutzberatung.

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